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Dornbirn ist nach 2001, 2009 und 2010 zum dritten Mal Startort der Österreich Rundfahrt, Götzis zum ersten Mal Etappenziel. Wien ist in der Geschichte der Rundfahrt mit 54 Austragungen der häufigste Etappenort. Absolutes Neuland betritt die Rundfahrt auf der sechsten Etappe von Hainburg nach Bruck an der Leitha im Sportland Niederösterreich. Innsbruck ist zum 28. Mal Gastgeber der Tour und das Kitzbüheler Horn zum 12. Mal Etappenziel. St. Johann/Alpendorf findet sich bei der Tour 2011 zum fünften Mal als Zielort wieder, ebenso wie Schladming. Hier gab es mit Leo Karner im Jahr 1977 den letzten österreichischen Etappensieger.
Die schnellste Tour wurde 1984 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 44 km/h gefahren. Die Länge damals betrug 1.198 Kilometer. Übrigens, den Gesamtsieg holte sich damals der Schweizer Stefan Maurer. Hans Lienhart belegte als bester Österreicher Rang 14 – das bedeutet bis heute die schlechteste Gesamtplatzierung der Österreicher in der Geschichte der Rundfahrt. Die schnellste Etappe mit Massenstart war 1986 die Auftaktetappe: ein Rundstreckenrennen in Wien über 93 km – die Durchschnitts-geschwindigkeit betrug 48,64 km/h.
Die langsamste Tour mit einer Streckenlänge von 1.968 Kilometer war 1953 mit einem Schnitt von 32,87 km/h. Den Gesamtsieg holte sich der Luxemburger Francis Gelhausen, Adolf Christian wurde als bester Österreicher Dritter.
1968 mussten die Amateure mit neun Etappen und 1.626 Kilometern die längste Tour bewältigen. Gesamtsieger damals war der Niederländer Jan Krekels, der sich vor dem Niederösterreicher Georg Postl durchsetzen konnte.
Wegen der Annullierung der Etappe nach St. Michael/Lungau standen 2001 "nur" 956 Kilometer auf dem Programm. Die zweitkürzeste Rundfahrt aller Zeiten endete mit dem Gesamtsieg des Australiers und regierenden Weltmeisters Cadel Evans. Hans-Peter Obwaller wurde Zweiter. Die kürzeste Rundfahrt fand 2005 Jahren statt: Wegen der schlechten Witterungsbedingungen mussten die Glockneretappe und der Tagesabschnitt nach Graz verkürzt werden. Die Rundfahrt belief sich auf 883 Kilometer und endete mit dem Sieg von Juan Miguel Mercado, der für den ersten spanischen Rundfahrtssieg sorgte.
Die meisten Gesamtsiege heimste Wolfgang Steinmayr ein. Der Tiroler gewann 1972, 1973, 1975 und 1976.
In Sachen Etappensiege hat Franz Deutsch die Nase vorne: Zwischen 1949 und 1960 holte sich der Österreicher nicht weniger als zwölf Tageserfolge.
Die längste Etappe wurde 1951 von Innsbruck über Salzburg und Linz gefahren. Die Streckenlänge betrug 281 Kilometer. Allerdings wurde in Salzburg eine 3,5-stündige Rast eingelegt. Den Etappensieg sicherte sich nach einer Fahrzeit von 7:21,27 Stunden (38,18 km/h) Alfred Sitzwohl.
Das schlechteste Wetter herrschte bei der Tour 1969: Es regnete auf der 5. Etappe (186 km), es regnete und schneite auf der 6. Etappe (schließlich Abbruch in Obertauern nach 46 km wegen Schneefahrbahn), es regnete auf der 7. Etappe (190km, bei Köflach fuhren die Rennfahrer bis zum Mittellager im Hochwasser), es regnete auf der 8. Etappe (221 km von Graz nach Wien). Im Schlussklassement schienen nur mehr 35 Fahrer auf.
Tragödien der Tour: Wir gedenken dem Steirer Anton Fisch (1962) und dem australische Nationalfahrer Graham Jose (1972), die beide bei einem tödlichen Sturz verunglückten. In der Folge wurde bei allen Rennen ab 1972 in Österreich Sturzringpflicht eingeführt!
Bis 1961 konnten sich Einzelfahrer der Tour auf der ersten Etappe für die Weiterfahrt qualifizieren.
Von 1949-1954 rollte die Rundfahrt auf der ersten Etappe immer nach Graz. 1955 fuhr der Rundfahrtstross erstmals Richtung nach Westen - das Etappenziel war in Linz.
1961 war erstmals Laufradwechsel erlaubt, zuvor musste bei Defekt der Reifen vom Fahrer selbst gewechselt werden.
1976 wurde der Großglockner erstmals nicht gefahren. Er wurde auch 1994 (Absage wegen Schlechtwetters), 1996, 1999, 2002 und 2003 nicht passiert.
Die Stars bei der Österreich Rundfahrt waren: Joop Zoetemelk (1969), Gilbert Duclos-Lasalle (1976), Ryszard Szurkoski (1978, 1980), Viatcheslav Ekimov (1984), Dimitri Konychew (1987), Jens Heppner (1989), Laurent Dufaux (1990), Alex Zülle (1991), Jens Voigt (1992), Michael Boogerd (1993), Kevin Livingston (1994), Steffen Kjaergaard (1995), Frank Vandenbroucke (1996), Daniele Nardello(1997), Max Van Heeswijk (1998), Markus Zberg (1999), Oskar Camenzind (2000), Damiano Cunego (2003), Cadel Evans, Michele Scarponi (2004), Erik Zabel, Linus Gerdemann (2005) sowie Fabio Baldato (2006, 2007), Steffen Wesemann, Vicenzo Nibali (2006), Mirko Celestino, Gerald Ciolek (2007), Paolo Bettini, Tom Boonen, Paolo Savoldelli (2008), Andrè Greipel, Michael Albasini, Graeme Brown und Koos Moerenhout (2009) und Stijn Devolder, Andrè Greipel, Filippo Pozzato, Graeme Brown, Giovanni Visconti, Michael Barry (2010).
Bei der Österreich Rundfahrt 1996 durften erstmals Profis an den Start gehen.
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